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  • Eine Hymne auf das Spielen

    2016-07-20 07:27
    von Susanne Günsch

    Ferienzeit, Freizeit, Spielzeit!

    … der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur ganz Mensch, wo er spielt. So schrieb Friedrich Schiller in „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“.
    Wirft man einen Blick auf spielende Kinder, so sieht man mit welcher Ernsthaftigkeit und Konzentration sie ihr Spiel verfolgen. Spielen beinhaltet die Kooperation mit anderen, Abstimmung, Ko-Konstruktion, streiten, Abwägen, Kommunikation. Spielen besteht aus Ausprobieren, Wiederholen, sich vergewissern. Es ist Lust, es ist Frust. Es ist eine intensive Auseinandersetzung – mit sich selbst, den anderen Kindern, den Dingen, der Umgebung, ggf. mit den Erwachsenen. Gleichzeitig sieht spielen so leicht aus, wirkt vergnüglich. Es ist Beziehung und Freundschaft. Es ist so komplex und doch haben wir dafür nur dieses eine leichte Wort: Spielen.

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  • Wann geht eigentlich die Kreativität verloren?

    2016-03-01 08:35
    von Susanne Günsch

    Wann geht eigentlich die Kreativtät verloren?

    Diese Frage stellte sich hier im Rahmen einer Fortbildung. Erleben wir doch Krippenkinder und auch Kitakinder unglaublich kreativ – und einige Erzieherinnen sagten von sich selbst, sie seien überhaupt nicht kreativ. Das heißt irgendwo auf dem Weg des Erwachsenwerdens geht sie verloren – bei vielen oder manchen…

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  • Was kommt nach dem Streik?

    2015-07-03 18:54
    von Susanne Günsch

    ErzieherInnen und Sozialpädagogen streiken aus gutem Grund für eine angemessene Vergütung und mehr Anerkennung ihres anspruchsvollen Berufs. Mehr Geld wird durch den Streik und die anschließenden Tarifverhandlungen wohl gezahlt werden. Wem allein die Zahl auf dem Gehaltszettel als Anerkennung reicht, ist dann auch zufrieden.

    Aber wirkliche Anerkennung erreichen Sie anders,

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  • Wann hatten Sie zuletzt Langeweile?

    2014-12-09 09:56
    von Susanne Günsch

    Langeweile haben – ist das eine schlimme Diagnose? Was passiert mit uns Erwachsenen, wenn das Kind klagt, ihm sei  langweilig? Wie geht es uns Erwachsenen selbst mit Langeweile? Kommt sie überhaupt noch in Zeiten, wo wir mindestens drei Dinge gleichzeitig erledigen, um alles zu schaffen? Können Sie im Urlaub Langeweile genießen? Oder läßt auch hier das Entertainmentprogramm das gar nicht zu? Schauen Sie während einer Bahnfahrt aus dem Fenster oder ein „Loch-in-die-Luft“? Oder checken Sie mit dem Smartphone was gerade auf Facebook so los ist?

    Können wir uns „Nichts-Tun“ überhaupt erlauben, geschweige denn genießen? Was ist es eigentlich, das Nichts? Empfohlen sei hierzu Loriot: www.youtube.com/watch?v=AxQ7oqOTXlI

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  • Können Sie rezeptfrei denken?

    2014-09-15 08:55
    von Susanne Günsch

    Diese Frage begegnete mir in der ästhetischen Werkstatt – und neben vielen anderen war sie es, die mich packte. Rezeptfrei – erste Assoziationen dazu waren: Kochen ohne Rezept, Leben ohne Ratgeber, Spielen ohne Anleitung, Gestalten ohne Bastelbuch – kurzum: Selbst denken! (Übrigens der Titel eines wunderbaren Buchs von Harald Welzer).

    Für mich und die Remida war das Wort rezeptfrei eine Steilvorlage:

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