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  • Was mich inspiriert,

    2018-01-23 09:33
    von Susanne Günsch

    Am 7. Oktober 2017 fand ich im Gesellschaftsteil der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über Arno und André Stern zum Thema Freiheit in der Bildung und Erziehung. Beziehung statt Erziehung, so  begann darin ein Satz – und erinnerte mich an meine Diplomarbeit dazu als Grundlage für ein verändertes Konzept in der Kita. Das war 1995, also vor 22(!) Jahren.

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  • Wann stirbt endlich die Schablonenarbeit aus?

    2017-11-15 11:35
    von Susanne Günsch

    Während meiner Praktika und Ausbildung Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends habe ich Schablonenarbeit erlebt. Es war eben so, ich kannte nichts Anderes und das war die Art und Weise mit Kindern zu basteln. Doch bereits in meiner ersten Stelle als Erzieherin in einem kleinen Dorf-Kindergarten traf ich auf eine Leiterin, die dazu ein anderes Verständnis hatte. Sie meinte, daß es doch Wege geben müßte, Kindern mehr Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen und die Uniformität der Schablonenarbeit langweilig seien. Immer wieder gab es in unserem kleinen Team dazu hitzige Diskussionen.

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  • Wie wollen wir daß unsere Kinder aufwachsen...

    2017-02-16 08:05
    von Susanne Günsch

    „Wie wollen wir, das unsere Kinder aufwachsen,
    damit so etwas nie wieder geschieht?“ das war die Grundfrage der Mütter (ja, es waren damals die Mütter) in Villa Cella nahe Reggio Emilia, als sie nach dem 2. Weltkrieg über die Kinderbetreuung nachdachten. In der Emilia Romagna gibt es nach wie vor eine sozialistische antifaschistische Grundhaltung.
    Insofern war der Ursprung der Reggiopädagogik eine Elterninitiative, auf die Loris Malaguzzi aufmerksam wurde – eindrücklich beschrieben im Film „Not just any place“. Und es ist der Ausdruck davon, daß eine Kita dort viel mehr ist als nur eine Bildungseinrichtung im Sinne von Vorbereitung auf die Schule.

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  • Inspiration für 2017

    2017-01-15 18:02
    von Susanne Günsch

    Mit diesen Erlebnissen kehrte ich im Januar 2017 von einer Reise zurück:

    ich wünsche Ihnen und Euch ein gutes Jahr 2017 - vor allem Gesundheit, denn ohne sie ist alles nichts; wir brauchen aber auch wieder ein Gefühl des Miteinanders, damit unsere Gesellschaft zusammensteht und Populismus und Ausgrenzung keine Chance haben. Das ist die wesentliche Voraussetzung für Frieden.
    Die aktuelle Situation in Europa und der Welt bringt mich auf die Anfänge der Reggiopädagogik zurück, die ihre Wurzeln unter dem Eindruck des 2. Weltkrieges in der Emilia Romagna hatte. Die Menschen des Dorfes kamen zusammen und stellten sich die Frage: „Wie wollen wir, daß unsere Kinder aufwachsen, damit so etwas nie wieder geschieht?“

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  • Offene Arbeit

    2016-08-30 15:46
    von Susanne Günsch

    In Kindergärten und Kitas ist der Begriff sehr polarisierend und wird kontrovers diskutiert und da wo Offene Arbeit umgesetzt wird ist das Erscheinungsbild sehr vielfältig. Immer wieder macht der Begriff „halboffen“ die Runde. Häufig liegt dem das Verständnis von Offener Arbeit als offene Türen zugrunde. Auch erweckt halboffen den Eindruck, daß man sich für ganz offen nicht traut. „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein“ war ein Spontispruch in den 80er Jahren.
    Die Befürchtungen sind Bindungslosigkeit, Chaos und Beliebigkeit und daß jeder macht, was er will.
    Offene Arbeit  ist jedoch viel umfassender und ich möchte allen Mut machen, sich mit dem Konzept auseinander zu setzten, weil es so freudvoll ist.

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